Schnellschnitte

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Bei der Schnellschnittuntersuchung werden Operationspräparate direkt aus dem OP in die Pathologie gebracht, noch während die Patientin / der Patient auf dem OP-Tisch liegt. Das Gewebe wird vom Pathologen sofort bearbeitet, das heißt beschrieben, gemessen und gewogen. Je nach Fragestellung wird z.B. ein Tumor auf seine Dignität hin untersucht oder es werden die Absetzungsränder eines Operationspräparates beurteilt. 

Hierzu wählt der Pathologe ein repräsentatives Gewebsstück aus. Diese wird in einem speziellen Medium auf mindestens -20 Grad Celsius gekühlt und dann im Gefriermikrotom in 6-8 Mikrometer dicke Scheiben geschnitten. Das Gewebe wird auf Objektträger gezogen, diese können sofort gefärbt, eingedeckt und mikroskopiert werden.

Nach spätestens 10 bis 15 Minuten kann der Pathologe dem operierenden Kollege die Diagnose telefonisch durchgeben. 
Meist ist eine endgültige Diagnose möglich, in seltenen Fälle kann die Diagnose aber ohne weitere Spezialfärbungen nicht gestellt werden. 
In diesem Fall muß der Operateur den Eingriff beenden oder muß weitere Maßnahmen bis zu endgültigen Diagnose verschieben. 
Die Schnellschnittuntersuchung hat insgesamt eine Diagnose-Sicherheit von nur 85 - 95 %.