Makroskopie

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In der Medizin gilt das Prinzip, das jedes operativ entfernte Gewebsstück histologisch untersucht werden sollte. Will man bei einem Organ eine histologische Untersuchung anstellen, ohne das Organ wesentlich zu schädigen oder ganz zu entfernen, dann entnimmt man eine gezielte Biopsie. Diese Methode wird als sogenannte Stanz- oder Jetbiopsie heute besonders in der Brustkrebs- und Prostatakrebsdiagnostik eingesetzt. 
Ist ein Organ erkrankt oder tumorös verändert, wird soweit möglich eine Organresektion oder Teilresektion vorgenommen. Der Pathologe untersucht das Organ und entnimmt repräsentative Proben aus dem Präparat (Tumor, Lymphknoten, Resektionsränder) für die weitere mikroskopische Untersuchung.
Die Gewebsproben werden eingekapselt und im Labor bearbeitet.

Organe und Gewebe

In jedem histologischen Präparat finden sich verschiedene Gewebsstrukturen. Neben Bindegewebe, Muskulatur, Blutgefäßen und Nervengewebe nimmt das Epithel einen großen Anteil ein. Epithel ist eine Sammelbezeichnung für Deckgewebe und Drüsengewebe. Abgesehen vom Drüsengewebe kann man Epithelien als "oberflächenbedeckende Zellschicht" bezeichnen. Epithel ist ziemlich lückenlos aus einer oder mehreren Zellschichten aufgebaut. Epithel hat eine Schutzfunktion (z.B. die Haut), es kann Stoffe aufnehmen (z.B. Darmschleimhaut) und Stoffe produzieren und abgeben (Drüsengewebe).


Obduktionen

Auch bei der Obduktion oder Sektion wird Gewebe zur Untersuchung entnommen, um ggf. weitere Informationen über die Erkrankungen des Verstorbenen zu erhalten.