Obduktionen

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Obduktion (lat. obducere - vorführen, öffnen) 
= Leicheneröffnungen zur Feststellung der Todesursache.

Synonym verwendet werden die Begriffe Autopsie, Nekropsie und Sektion.

1. Die klinische Sektion / Obduktion durch den Pathologen oder die Pathologin dient der Untersuchung natürlicher Todesursache . 
Vorraussetzung ist die Einwilligung des Patienten oder der Angehörigen und die Freigabe des Leichnams durch die Staatsanwaltschaft. Die Sektion wird vom behandelnden Arzt beim Pathologen angemeldet und die Vorgeschichte wird auf dem Sektionsantrag dokumentiert.
Eine Obduktion ist eine Operation, die von einem/er Pathologen/in durchgeführt wird. Dabei werden sämtliche Organe beurteilt und untersucht. Sie dient zur Überprüfung der Todesursache und zur Klärung von Folge- und Nebenerkrankungen. Auch Erb- oder Berufskrankheiten, Belastung und Gefährdung durch Umweltgifte können festgestellt werden. Die Obduktion ist ein Instrument der Qualitätssicherung dient den Ärzten zur Selbstkontrolle und Ausbildung, zur Analyse von Behandlungskomplikationen und sie gibt Aufschlüsse und Informationen über Ursache und Verlauf neuer Krankheiten. 
Oftmals kann nur durch die Obduktion schlüssig erklärt werden, warum die Krankheit in einem besonderen Falle zum Tod geführt hat, obwohl sie sonst als heilbar gilt. 


2. Die gerichtliche Sektionen dienen zur Feststellung der Todesursache bei Verdacht auf Fremdverschulden (Verbrechen, Unfall) - angeordnet von der Staatsanwaltschaft, durchgeführt von Rechtsmedizinern/erinnen unter Aufsicht eines/er Richters/in oder eines/er Staatsanwaltes/wältin.

3.Die Seuchensektionen ist zur Feststellung der Todesursache bei Verdacht auf meldepflichtige Infektionserkrankung gedacht - angeordnet wird sie vom Gesundheitsamt oder Amtsarzt/in, durchgeführt von Pathologen/innen.


Wenn der behandelnde Arzt eine klinische Sektion für notwendig hält, ist ein Gespräch mit den Angehörigen unerlässlich. Diese müssen über die medizinische Fragestellung und die Bedeutung der Sektion für die medizinische Qualitätssicherung informiert werden und um ihre Einwilligung 
zur Sektion
 gebeten werden. 
Die Anmeldung der Sektion erfolgt mit dem Sektionsantrag, auf dem auch ein Feld für die Zustimmung der Angehörigen zu finden ist.